Großes Theater der Stadt Luxemburg
Und wenn alles ganz anders wäre?
Im düsteren Wald kauert, verborgen im Gebüsch, ein Kind und beobachtet eine riesige Gestalt mit großer Nase, grauen Haaren und einem Mantel voll Fell und Moos, die um eine lodernde Feuerstelle marschiert und mit heiserer Stimme murmelt: „Lo kachen ech, dann schmaachen ech, muer huelen ech der Kinnigin hirt Kand. Weil et wees kee Mensch am ganze Land, dat ech Rumpel...“. An dieser Stelle endet ein Videoclip, der über die sozialen Medien verbreitet wird, mit dem schlichten Hinweis „Dezember 2017. Großes Theater der Stadt Luxemburg.“ Wie dieser Satz der geheimnisvollen Gestalt zu Ende geht, weiß dank der Gebrüder Grimm jedes Kind. Rumpelstilzchen heißt der Waldmensch. Aber wer stellt ihn sich so groß wie Marco Lorenzini vor? Der Schauspieler misst stattliche 1,88 Meter. Eigentlich haben alle an ein kleines Hutzelmännchen vor Augen. Und dieses Kind? Ist es der Königin ihr Erstgeborener, dessen Leben in höchster Gefahr ist? Denn seine Mutter hatte sich, um ihr eigenes Leben zu retten, auf einen teuflischen Pakt mit Rumpelstilzchen eingelassen.
Bekannt und doch eigenartig anders scheint alles zu sein in diesem Stück, das Ian De Toffoli im Auftrag des Großen Theaters nicht einfach nur ins Luxemburgische übersetzt, sondern neu verfasst hat. Die Regie führt Myriam Muller. Zusammen zerlegten sie dazu das Märchen in all seine Einzelteile, analysierten die archetypischen Figuren, schärften ihre Charaktere und verpassten der Handlung überraschende Momente. Zeitlich hat der Autor sie bewusst weder in der Moderne noch im Mittelalter angesiedelt. „Dazu ist mein Text zu anachronistisch“, sagt Ian De Toffoli. Ihm schwebte eine Welt vor Augen, wie sie in Gothic-Horror-Filmen zu finden ist. Mehr über die Neuinterpretation des Märchens, das sowohl Kinder als auch Erwachsene in seinen Bann ziehen dürfte, erfahren Sie im aktuellen Télécran.
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